BODENINDIKATOREN

DIN 32984

Leiten. Orientieren. Warnen.
Bodenindikatoren dienen als wertvolle Orientierungshilfe für Blinde und Sehbehinderte. Sie sind als Wegweiser, Schutz- und Warneinrichtung vielfältig einsetzbar, um Gefahrenzonen zu entschärfen und die Nutzung öffentlicher Wege zu erleichtern.

Ortsdurchfahrt.

Bodenindikatoren sollten stets in gleicher, wiederkehrender Funktion verwendet werden: Rippenstrukturen werden zur Anzeige der Gehrichtung in Leitstreifen, Richtungsfeldern oder in Auffindestreifen verwendet. Zur Anzeige von Zielen im Gehbereich, z. B. für seitlich gelegene Ein- und Zugänge für Haltestellen, Einstiegspunkte und Sperrfelder werden diese ebenfalls eingesetzt. Noppenstrukturen sind in der Regel dort einzusetzen, wo eine »erhöhte Aufmerksamkeit« von blinden oder sehbehinderten Menschen auf ihrem Weg gefordert wird (z. B. Warnung vor Hindernissen, Niveauwechsel, Anzeige von Richtungswechsel oder Abzweigungen im Leitsystem, Anzeige von Querungsstellen über die Fahrbahn).

Bodenindikatoren müssen mit dem Blindenlangstock gut zu ertasten sein. Rippenstrukturen sollen, Noppenstrukturen müssen auch mit den Füßen deutlich wahrnehmbar sein.

Quelle: Anforderungen an die Profile und den Einsatz von Bodenindikatoren im öffentlichen Raum, Dr. Klaus Behling – GFUV


 

Bodenindikatoren mit Rippenstruktur.
Bodenindikator mit Rippenstruktur
Bodenindikator mit Noppenstruktur
Bodenindikator mit Noppenstruktur

Bodenindikatoren

  Rippenplatten Noppenplatten Begleitplatten
40er 50er 32er 50er  
Nennmaße in mm (L x B) 296x296 296x296 296x296
a 40 50 75 59  
b 7 15 19 20  
c 33 35 56 39  
h* 4,5 4,5 4,5 4,5  
d     53 42  
 Steindicken: 80 mm bzw. 120 mm
Farben: 08 Signalweiß | 10 Naturgrau | 26 Schwarz

DIN 32984 *Toleranz +/– 0,5 mm **weitere Steindicken auf Anfrage

Verlegeart


Die Einbauart des Bodenindikators in den Umgebungsbelag erfolgt im Außenbereich vorzugsweise  niveaugleich/talbündig zur Basis des Bodenelements. Vorteil: Der Bodenindikator kann durch  höhere Taktilität besser erkannt werden. Zudem gelingt die Entwässerung besser. Der  Leuchtdichtekontrast für Bodenindikatoren  zum umgebenden Bodenbelag muss mind. 0,4 betragen. Ist kein ausreichender Leuchtdichtekontrast zum angrenzenden Bodenbelag gegeben,  sind Begleitstreifen erforderlich. Die hellere Oberfläche des Belags muss einen Reflexionsgrad von mind. 0,5 aufweisen.


 

Aufmerksamkeit, Sicherheit und Orientierung:

Taktile Indikatoren.

Bodenindikatoren mit Rippen- und Noppenstruktur vor einem Zebrastreifen
Bodenindikatoren mit Rippen- und Noppenstruktur in Kernen-Stetten
Bodenindikatoren mit Rippen- und Noppenstruktur in Oberasbach
Bodenindikatoren mit Rippen- und Noppenstruktur in Oberasbach

 

Ortsdurchfahrt mit Zebrastreifen und Bodenindikatoren.
Bodenindikatoren mit Rippen- und Noppenstruktur in Rudersberg
Bodenindikatoren
Bodenindikatoren mit Noppenstruktur in Kernen-Stetten
Bodenindikatoren
Bodenindikatoren mit Rippenstruktur in Stuttgart-Botnang

Anwendungsbeispiele auf den Fotos können von der DIN-Norm abweichen.