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Unser CO2-Fußabdruck

Grundsätzlich wird bei der CO2-Bilanzierung zwischen Scope 1, 2 und 3 unterschieden. Scope 1 umfasst die direkte Freisetzung klimaschädlicher Gase im eigenen Unternehmen, Scope 2 die indirekte Freisetzung klimaschädlicher Gase durch Energielieferanten und Scope 3 die indirekte Freisetzung klimaschädlicher Gase in der vor- und nachgelagerten Lieferkette.

Seit Einführung unseres Energiemanagement-Systems nach DIN EN ISO 50001 im Jahr 2015 arbeiten wir mit dem Einsatz von neuen Technologien und Prozessoptimierungen intensiv daran, unseren CO2-Ausstoß kontinuierlich zu reduzieren. Von der ersten Ermittlung unserer Treibhausgasbilanz im Jahr 2018 konnten wir die Emissionen bis 2025 um 71 % in den von uns direkt beeinflussbaren Scopes 1 und 2 verringern. Wir arbeiten kontinuierlich daran unseren Corporate Carbon Footprint zu verbessern, indem wir Emissionen vermeiden und reduzieren. CO2-Restmengen, die wir derzeit noch nicht vollständig vermeiden können, kompensieren wir jährlich durch ein zertifiziertes Klimaschutzprojekt – stets in der Reihenfolge: Vermeidung vor Reduktion vor Kompensation.

Für die in Scope 3 anfallenden Emissionen – also jene, die entlang unserer vor- und nachgelagerten Lieferkette entstehen – setzen wir konsequent auf Vermeidung und Reduktion: Bei der Auswahl unserer Geschäftspartner und der Beschaffung von Gütern legen wir stets Nachhaltigkeitskriterien zugrunde und optimieren relevante Faktoren entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Da diese Emissionen überwiegend außerhalb unseres direkten Einflussbereichs entstehen, treiben wir die interne Datenerhebung und Berechnung, in enger Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten, aktiv voran, um unsere Einflussmöglichkeiten zur Emissionsvermeidung schrittweise auszubauen.

 

Kompensation ja, aber richtig!

Nach den Rahmenbedingungen für die Kompensation unter dem Pariser Klimaabkommen muss die Integrität der CO2-Kompensation sichergestellt sein. Konkret müssen von den Projektbetreibern Maßnahmen ergriffen werden, um zu verhindern, dass in Klimaschutzprojekten erzielte Emissionsreduzierungen doppelt gezählt werden – einmal vom Gastland und einmal von den Projektbetreibern. Diese Voraussetzung kann von unserem Kompensationspartner atmosfair als nicht gewinnorientierte, gemeinnützige Klimaschutzorganisation erfüllt werden. Wir setzen auf Klimaschutzprojekte mit Corresponding Adjustments, d.h. bei welchen eine Doppelzählung nachweislich ausgeschlossen ist.

Konkret kompensieren wir alle in Scope 1 und Scope 2 anfallenden Emissionen, die an unseren Standorten in Amstetten und Tübingen-Hirschau freigesetzt werden. Bei den in Scope 3 anfallenden Emissionen liegt der Fokus unseres Handelns und unserer Investitionen auf Vermeidung und Reduktion. Somit kompensieren wir alle von uns unmittelbar beeinflussbaren Emissionen und sorgen gleichzeitig dafür, dass alle Emissionen aus der vor- und nachgelagerten Lieferkette so gering wie möglich gehalten werden. Dieses Vorgehen entspricht unserem Verständnis von verantwortungsvollem Klimaschutz.

 

Zwei nepalesische Frauen beim Kochen

Klimaschutzprojekte, die wirklich helfen

Bei der Auswahl von Klimaschutzprojekten ist nicht nur auf die Vermeidung der Doppelzählung zu achten, sondern auch auf ihre Zusätzlichkeit. Das heißt, dass das Projekt ohne die Finanzierung über CO2-Zertifikate nicht zustande gekommen wäre. Zudem lässt unser Partner atmosfair seine Klimaschutzprojekte sowohl durch die UN (CDM, zukünftig Artikel 6 des Pariser Klimaschutzabkommens) als auch durch den Gold Standard zertifizieren. Dies stellt sicher, dass CO2-Einsparungen durch unabhängige, von der UN akkreditierte Prüfer verifiziert werden, die für jede zertifizierte Tonne CO2 haften.

Unser Kompensationsbeitrag fließt in das Projekt „Kleinbiogasanlagen in Nepal" mit einer Gesamteinsparung von 760.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Mithilfe von über 240.000 Biogasanlagen werden Haushalte unabhängig von Feuerholz, wodurch Wälder entlastet werden und sich langfristig regenerieren können.

Mehr zum Projekt finden Sie unter atmosfair Klimaschutzprojekt.

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