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braun-steine auf der GaLaBau 2026: Grün wird Teil der Pflasterfläche

Wie sich befestigte Flächen begrünen lassen, ohne die notwendige Belastbarkeit zu verlieren, zeigte braun-steine auf der GaLaBau in Nürnberg.

Unter dem Leitgedanken „Vernetzen mit der Natur“ präsentierte das Unternehmen unterschiedliche Pflastersysteme, bei denen Pflanzen direkt in die Fläche integriert werden.

Der knapp 30 Meter lange Messestand war dabei selbst Anschauungsobjekt. Geschlossenere Beläge gingen fließend in Bereiche mit breiteren Vegetationsfugen und größeren Pflanzöffnungen über. In Fugen und Pflanzbereichen wuchsen trittfeste Kräuter, Stauden und Gräser. „Wir zeigen, dass Pflanzen dazugehören“, sagt Andreas Brunkhorst, Produktentwickler bei braun-steine. 

Eine zentrale Frage ist die Verbindung von Vegetationsraum und Belastbarkeit. Auch Flächen, die im Alltag überwiegend von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden, müssen etwa als Feuerwehrzufahrt entsprechend tragfähig bleiben. Abstandsnocken definieren dabei die Fugenbreiten und sorgen zugleich für die Verzahnung der Steine im Verband. 

Wie solche Lösungen aussehen können, zeigte braun-steine mit mehreren Systemen. Beim organisch geformten ARENA lassen sich die Fugen je nach Verlegung unterschiedlich weit öffnen; beim Vegetationsfugenstein kann der begrünte Fugenanteil bis zu 50 Prozent der Gesamtfläche betragen. POLYLINE arbeitet mit einer sechseckigen Geometrie und verschiedenen Formaten, sodass innerhalb der Pflasterfläche gezielt größere Pflanzöffnungen entstehen können. Lineare Vegetationsfugensteine ermöglichen wiederum breitere, zusammenhängende Grünstreifen zwischen den Steinreihen. 

Wie die unterschiedlichen Abstandhalter funktionieren, konnten die Besucher an einer Magnetwand mit Steinen aus dem 3D-Drucker ausprobieren. Das „Reallabor“ machte damit ein konstruktives Detail sichtbar, das im fertigen Belag kaum noch wahrgenommen wird. Auch die Verlegung von ARENA wurde während der Messetage immer wieder direkt am Stand demonstriert. ARENA wurde bereits 1992 erstmals auf der GaLaBau vorgestellt und wird heute von einer bundesweit agierenden Lizenzgruppe angeboten. 

Neben Konstruktion und Verlegung spielten auch geeignete Pflanzen und Substrate eine Rolle in den Gesprächen. Begrünte Pflasterflächen seien inzwischen „im Garten angekommen“ und würden nicht mehr als außergewöhnlich wahrgenommen, so Brunkhorst. „Vom ersten Tag an war unser Messestand gut besucht.“ Das Interesse und der Informationsbedarf seien sowohl bei Bestandskunden als auch bei neuen Fachbesuchern hoch gewesen. 

Einen ungeplanten Ehrengast gab es ebenfalls: Ein Schmetterling fand den Weg auf den Stand. „Damit haben wir sogar die Biodiversität in den Messehallen erhöht“, bemerkt Brunkhorst augenzwinkernd.“

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