Pflaster, Fuge, Versickerung, Pflege
Für das normgerechte Verlegen von Betonsteinen wurden spezielle Materialien entwickelt. Sie sind so aufeinander abgestimmt, dass eine optimale Filterstabilität und Standfestigkeit von Pflasterbett und Fugen erreicht wird. Die Produkte sind ökologisch einwandfrei, da es sich um naturbelassene Stoffe handelt, die lediglich entsprechenden Zerkleinerungsprozessen unterzogen wurden.
»Pflasterit-Bettung«
Mineralstoffgemisch ohne Bindemittel mit hohem Anteil an gebrochenem Korn im Bereich 0–5 mm zur fachgerechten Herstellung des Pflasterbettes. Es zeichnet sich durch hohe Filterstabilität und Standfestigkeit aus.
»PAVENA® Fugensand/-Splitt«
Technisch optimierte Fugenmaterialien mit speziell kornabgestufter Sande und Splitte. Hierbei wird zwischen »PAVENA® Fugensand« mit Korn 0–4 mm, »PAVENA® Ökodrain« mit Korn 1–3 mm, »PAVENA® Basaltsplitt« mit Korn 1–3 mm und »PAVENA® Edelsplitt« mit Korn 2–5 mm unterschieden. Das»PAVENA®« Fugenmaterial bewirkt eine bessere Verfestigung der Fuge und erschwert ihr Ausspülen durch abfließendes Oberflächenwasser. Dabei bleibt es durchlässig und filterstabil. Zu beachten ist, dass die Körnung des Pflasterbettes und der Fugenfüllung aufeinander abgestimmt sein müssen. »Pflasterit Bettung« und »PAVENA® Fugensand/-Splitt« ergänzen sich ideal. Bei versickerungsaktiven Pflastersteinsystemen empfiehlt sich »PAVENA® Ökodrain« mit 100 % gebrochenem Korn 1–3 mm. Um eine dauerhaft hohe Versickerungsleistung zu erzielen, sollte es immer gleichzeitig als Bettungs- und Verfugungsmaterial eingebaut werden. »PAVENA®« gibt es im praktischen 25-kg-Sack.
Versickerungsfähige Pflaster-Systeme
Es handelt sich um Sonderbauweisen, bei denen folgende Regeln eingehalten werden müssen:
- Pflastersysteme, die über aufgeweiteten Fugen oder die Steine selbst eine weitgehende Versickerung der Niederschläge ermöglichen, bieten Möglichkeiten, einer Versiegelung entgegenzuwirken, sie haben aber auch Grenzen. Über den langfristigen Erfolg entscheidet die fachgerechte Anwendung unter Berücksichtigung von Einsatzgebiet und Bautechnik.
- Es gilt der Grundsatz: Erst die Verkehrssicherheit und die Tragfähigkeit, dann die Wasserdurchlässigkeit. Die Bettungsdicke sollte wie bei der herkömmlichen Pflasterbauweise mind. 3–5 cm betragen. Zur Gewährleistung der ausreichenden Wasserdurchlässigkeit von Bettung und Fuge empfiehlt sich die Verwendung von PAVENA® Ökodrain mit einer Körnung von 1–3 mm. Die Frostschutz- und Tragschicht muss ebenfalls die geforderte Wasserdurchlässigkeit erfüllen.
- Der Schutz von Boden und Grundwasser muss gewährleistet sein. Versickerungsaktive Pflastersysteme sind nur gestattet außerhalb von Wasserschutzgebieten, wenn der Abstand zum Grundwasser mindestens 2 m beträgt und kein Streusalz verwendet wird.
- Die Durchlässigkeit des Bodens beachten. Sandige und kiesige Baugründe sind unproblematisch, bindige Böden erfordern dagegen Zusatzmaßnahmen, um eine dauerhafte Aufnahme des Wassers bei gleichzeitiger Standfestigkeit der Pflasterfläche gewährleisten zu können. In Frage kommen Bodenverbesserungen mit Drainagen oder dickere Schichtaufbauten. Bei Drainiagen ausreichendesGefälle des Erdplanums beachten.
- Bei haufwerksporigen Betonsteinen wie AQUA DUO ist der Kontakt mit Streusalz zu vermeiden.
- Die rechtlichen Voraussetzungen prüfen. Wo entsprechend den Landeswassergesetzen und den kommunalen Abwassersatzungen Grundstückseigentümer das Regenwasser nicht in die Kanalisation abführen dürfen, sind versickerungsaktive Pflastersysteme zu empfehlen.
Pflasterflächen mit begrünten Fugen
Rasenfugensteine sollten vor allem aus gestalterischen Gründen eingesetzt werden und um befestigte Bereiche in die Umgebung einzugliedern, weniger aufgrund vermeintlich hoher Versickerungsleistungen. Zwar tragen sie dazu bei, einen oberflächlichen Abfluss der Niederschläge zu reduzieren, weil mehr Regenwasser zurückgehalten wird als bei herkömmlichen Pflasterflächen. Eine zusätzliche Entwässerung ist aber in keinem Fall entbehrlich. Der ökologische Wert von begrünten Pflastern ergibt sich insbesondere durch positive Auswirkungen auf die kleinklimatischen Verhältnisse, etwa die verdunstungsbedingte Befeuchtung der Luft und die Bindung von Staubpartikeln.
Entwässerung von Garageneinfahrten
In der Regel müssen Pflasterflächen ein von Gebäuden wegführendes Gefälle (2,5 %) aufweisen. Zur Ableitung des Wassers hat sich eine Linienentwässerung mit dem System AQUARENA® bewährt. Sein unauffälliges, auf die Schlitzöffnung konzentriertes Design passt überall und lässt vergessen, dass es sich um eine technische Einrichtung handelt.
Kalkausblühungen
Wenn grauweiße Schleier und Flecken den Stein überziehen, handelt es sich meist um Kalkablagerungen. Sie werden Ausblühungen genannt und sind kein Qualitätsmangel, sondern können entstehen, wenn im Zement nicht gebundener Kalk durch Kapillaren und Mikroporen im Steingefüge an die Oberfläche gelangt. Kalkausblühungen werden in der Regel durch Witterungseinflüsse abgetragen. Andernfalls lassen sie sich durch ein neues Präparat, das die Partikel auflöst, entfernen.
Reifenabrieb
Bei Flächenbefestigungen, die der Nutzung durch Fahrzeuge dienen, sind Reifenspuren durch Reifenabrieb nicht zu vermeiden. Sie sind auf hellen Belagsflächen deutlicher zu erkennen als auf dunklen. Sie stellen keinen Mangel der verwendeten Produkte dar.
Konzentrierte Reinigungskraft
Mit verschmutzten Bodenbelägen oder Mauersteinen muss man sich nicht abfinden: Ein umweltschonendes Mittel beseitigt selbst stärkste Verunreinigungen. Das hoch wirksame Konzentrat kann auf allen Betonoberflächen angewendet werden, speziell auf Pflastersteinen, Platten und anderen Gestaltungselementen.
Farbabweichungen
Unsere Produkte werden mit natürlichen, überwiegend aus der Region stammenden Sand- und Gesteinszuschlägen sowie Zementen hergestellt. Für die Farbgebung verwenden wir Eisenoxyd-Pigmente und zusätzlich farbige Sande beziehungsweise entsprechende Zuschlagstoffe. Beton »altert« wie jeder andere Baustoff, d.h. Struktur und Farbe werden sich im Laufe der Zeit ändern. Wechselnde Witterungsbedingungen können Unterschiede im Erscheinungsbild verursachen. Dies ist herstellerunabhängig bei allen Betonwaren der Fall. Deshalb können auch die Muster im Baustoff-Fachhandel trotz laufender Aktualisierung gegenüber den gelieferten Werkstücken Farbabweichungen zeigen. Durch ständige Verbesserungen und Kontrollen sind wir bemüht, sie so minimal wie möglich zu halten. Wenn dagegen die bildliche Darstellung unserer Erzeugnisse in Printmedien mit den Originalen nicht ganz übereinstimmt, so liegt dies an den druck- und fototechnischen Gegebenheiten.
Technische Änderungen
Wir sind ständig bestrebt, die Qualität unserer Produkte zu verbessern und behalten uns diesbezüglich technische Änderungen vor.
Zusätzliche Produktinformationen zu MAHORA®, SAMBA®, MEZZO®, AZURO®, CEMENTO und BIOFILA®
Diese Elemente werden in einem speziellen Fertigungsverfahren hergestellt. Wie bei allen Betonund Naturprodukten verändert sich ihr optisches Erscheinungsbild aufgrund von Witterungseinflüssen. Bei den genannten Produkten findet dies in erster Linie ab dem Zeitpunkt des Einbaus statt. Dieser optische Veränderungsprozess ist insbesondere bei den Holzstruktur-Steinen gewollt und spiegelt die natürliche Veränderung bei Echtholz-Produkten wider. Somit wird eine individuelle Natürlichkeit erreicht. Dies hat keinen Einfluss auf die Nutzbarkeit oder Dauerhaftigkeit der Produkte. Bei der Planung sind die Verlegehinweise zu beachten.