Mauerbau

Die Mauer schafft den Rahmen. Für Privates. Seltenes. Schützenswertes. Sie ist elegante Abtrennung, rustikal-stimmungsvolles Element oder auch ein beliebtes Gestaltungsobjekt, um Flächen zu gliedern.


 

Trockenmauer

 

Als Trockenmauer eignen sich Landhausmauern sowie Weinbergmauern mit 25 cm Steintiefe. Ein senkrechter Aufbau ist für 0,75 m Höhe möglich. Trockenmauern bestechen durch ihren natürlichen Charakter und der ökologischen Wertigkeit. Sie erfordern oft weniger Aufwand als andere Bauweisen und können auch leichter wieder verändert werden.

  • An einem Ende der geplanten Mauer beginnen und die Steine fluchtgerecht gemäß der gewählten Bauweise verlegen. Sie können so verwendet werden, wie sie von der Palette kommen. Beim Ausrichten Schnürgerüst, Lot und Wasserwaage zur Hilfe nehmen. Eckstücke und Passformen können mit Werkzeug für die Natursteinbearbeitung leicht angefertigt werden.
  • Kreuzfugen sind ungeeignet! Jeder Stein muss die darunter befindliche senkrechten Stoßfugen mindestens mit einem Viertel seiner Länge überbinden.
  • Bei hinterfüllten Mauern, unbedingt die empfohlenen Maßnahmen zur Entwässrung durchführen! Hinter der Mauer darf kein Staudruck entstehen. Er könnte am Bauwerk Schäden verursachen, bis hin zur Einsturzgefahr. Dringt Sickerwasser in die Mauer, kommt es an der Vorderseite zu Ausblühungen.
  • Auch bei Trockenmauern sollte die oberste Lage Steine vollflächig mit SANTURO® Kleber gesichert werden. Abdeckplatten nur punktuell (in den äußeren Dritteln) befestigen.
  • Fertigungsbedingte Höhenunterschiede sind auszugleiche

Beispiele

 

Bis fünf Lagen Steine können senkrecht gesetzt werden. Höhere Aufbauten sollten einen Anlauf haben, das heißt, gegen den Hang geneigt sein. Mit Hilfe von Keilsteinen sind auch geschwungene und gerundete Ausführungen möglich.

 


 

Geklebte Mauern

 

  • Bei Verwendung von Kleber in der Fuge ist ein Fundament aus Beton erforderlich. Auch die Stirnseiten der Steine sind zu verkleben.
  • Im weiteren Bauverlauf lagenweise Kleber aufbringen, die Steine setzen und ausrichten.
  • Darauf achten, dass der Kleber nicht zwischen den Steinen herausquillt und ihre Sichtseiten verunreinigt. Falls doch, sofort mit klarem Wasser entfernen.

Fundament

Für drei bis vier Steinschichten genügt meist eine etwa 20 cm bis 30 cm dicke verdichtete Packung aus Schotter. Die erste Reihe Steine sollte etwas unter Bodenniveau eingebunden sein, sie trägt zur Fundierung bei. Höhere Mauern müssen in 0,80 m Tiefe frostfrei gegründet sein. Dazu das Erdreich ausheben, eine Tragschicht aus Schotter einbringen und verdichten. Darauf kommt ein Streifenfundament aus Beton C 20/25. Die Abmessungen richten sich nach der Höhe der Mauer beziehungsweise den statischen Erfordernissen.

 

Orientierungsbeispiele

Mauerhöhe 0,75 m:
Fundamentbreite 0,45 m.
Tragschicht 0,55 m/Beton 0,25 m.

 

Beispiele

 


 

Mauerwerk aus Mörtel-Stein-Verbund

 

Diese Bauweise bietet sich an, wenn Traditionen gepflegt werden sollen und es auf gestalterische Aspekte ankommt. Sie betont die Zeichnungen der Fugen, verleiht einer Mauer kraftvolle Präsenz und rustikalen Charme. Außerdem können produktionsbedingte Maßtoleranzen der Steinhöhen sehr leicht ausgeglichen werden. Es ist die bevorzugte Bauweise der Vormauern. Auch für zweischalige beziehungsweise doppelhäuptige Ausführungen.

  • Um einheitliche Fugen zu erhalten, können entsprechend der gewünschten Stärke 1 cm bis 2 cm, dicke und etwa 3 cm breite Holzleisten entweder einzeln (bei Stützmauern) oder parallel (bei freistehenden Mauern) auf der zuletzt verarbeiteten Steinreihe ausgelegt werden. Dahinter, beziehungsweise dazwischen leicht überhöht SANTURO® Mauermörtel aufbringen, die Steine setzten, ausrichten und mit einem Gummihammer festklopfen.
  • Überschüssiger SANTURO® Mauermörtel ist umgehend zu entfernen um Verunreinigungen der Steine zu vermeiden. Der Maueraufbau sollte nicht bei Niederschlägen erfolgen, Mauerteile sollten bis zum Erreichen des Abbinde-Zeitpunkts mit einer Folie abgedeckt werden.
  • Von einer Glättkelle mit dem Fugeisen SANTURO® Mauermörtel aufnehmen und sorgfältig in die Fugen einbringen, bis sie gefüllt sind. Anschließend je nach dem gewünschten optischen Effekt das Material ebnen und oder wieder etwas ausschaben. Dabei Verschmutzungen der Steine vermeiden!

 

Beispiele

 


 

Verblendmauerwerk – Vormauerwerk

 

Durch das drinnen und draußen einsetzbare SAN­TURO® Verblendsystem erhalten unansehn­liche Flächen attraktive, natürlich wirkende Mauerstrukturen. Beispielsweise Brüstungen, Fassaden­sockel und Kamine. Ein ideales Gestaltungselement auch für Eingangsbereiche und Sitzecken. Die bossierten Steine werden mit 1 mm Fuge vollflächig verklebt (SANTURO® Kleber). Aufbauten sollte man durch Wandanker sichern. Als Fugenfüllung für Fugen ab 10 mm Breite SANTURO® Mauermörtel verwenden.

SANTURO® Bossenmauer, Spaltsteinmauer und Weinbergmauer sowie CULT® LONG-LINE® (Mauerdicke 100 mm) eignen sich aufgrund der einseitigen Bearbeitung auch sehr gut als Vormauerwerk. Hierzu wird die SANTURO®- bzw. CULT®-Mauer vor der Fassade erstellt. Zwischen dem Vormauerwerk und der Fassade sollte ein hinterlüfteter Abstand gebildet werden. Die Verankerung der SANTURO®- bzw. CULT®-Mauer erfolgt über Luftschichtanker. Gemäß DIN 1053 sind fünf Anker je Quadratmeter einzusetzen. Diese müssen zur ausreichenden Verankerung im Mörtelbett am Ende 25 mm abgewinkelt werden.

 



Spalten der Mauersteine

 

  • Die Steine können durch einen Pflasterstein­spalter mit entsprechender Öffnungsweite gebrochen oder mit Fäustel und Setzer, das ist ein Meißel mit breiter, scharf abgeschrägter Bahn, auf individuell benötigte Maße gebracht werden. Zuvor die betreffende Stelle anritzen.
  • Wenn ein größerer Teil abzustemmen ist, nimmt man zunächst etwas weniger weg und arbeitet bis zur gewünschten Kante nach.
  • Endstücke etwas länger lassen als erforderlich und mit dem Setzer, einem Schlagmeißel oder der Schneidseite eines Maurerhammers bossieren. Je nachdem wie viel Material entfernt wird, entsteht eine gebuckelte oder eine mehr gerade Fläche.

 

Der gelungene Abschluss

 

Die Mauerkrone verleiht dem Bauwerk Charakter. Sie soll darüber hinaus verhindern, dass Feuchtigkeit eindringt, denn dadurch könnte es bei anschließendem Frost zu Schäden kommen. Abdeckplatten bieten einen guten Schutz. Das Sortiment von SANTURO® enthält für alle Mauertypen passende Ausführungen.



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