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Kunst auf Straßenpflaster in
Ulm
Bereits zum dritten Mal hat das Unternehmen braun - Ideen aus Stein
(Amstetten/Tübingen) den von ihm initiierten Wettbewerb "Kunst auf
Straßenpflaster" organisiert. Die Veranstaltung fand diesmal in der Donaustadt
Ulm statt und führte 30 junge Künstler zusammen, deren Entwürfe aus über 40
Bewerbungen von einer Jury vorher ausgewählt worden waren. Vor einigen Jahren
hatte der Betonsteinhersteller bereits zwei vergleichbare Wettbewerbe in
Konstanz auf den Weg gebracht.
Die jungen Menschen, unter ihnen neben Studentinnen und Studenten von
deutschen und österreichischen Kunst- und Architekturhochschulen auch erstmals
in einer weiteren Kategorie Schülerinnen und Schüler der Oberstufen von
Gymnasien aus der näheren Umgebung Ulms, mussten ihre vergänglichen Werke, neben
Malereien und Collagen auch zahlreiche Installationen, auf dem Pflaster der
Ulmer Gassen verwirklichen und sich dabei kritischen oder auch beifälligen
Dialogen mit den promenierenden Passanten stellen. Ideengeber und Initiator
Albrecht Braun wertete die Veranstaltung als ein Ereignis, das nicht nur eine
seriöse Kunstgattung etwas aus ihrem Winkeldasein in die Öffentlichkeit geholt
haben dürfte, sondern auch als Instrument eines umfassenden Stadtmarketing, das
für andere Städte durchaus Vorbild sein könnte.
Die Jury unter Vorsitz des Ulmer Designers Professor Rido Busse, der mit
seinem bei den Empfängern nicht gerade beliebten Produktnachahmerpreis
"Plagiarius" deutschlandweit bekannt geworden ist, vergab schließlich in der
Kategorie für Hochschüler zwei erste, einen zweiten und drei dritte Preise. Ganz
oben auf dem Treppchen landeten die in Saarbrücken studierende Südkoreanerin
Yoonhee Riu, die den promenierenden Spaziergängern mit ihrer farbig eingerahmten
Installation einer gepolsterten Liegemöglichkeit eine kurze Ruhestatt bot, sowie
die Studentin Eva-Maria Kupfer von der Fachhochschule Nürnberg, die eine auf dem
Rücken liegende tote Ratte, der Blut aus der Nase floss, mit leichter Hand aufs
Pflaster zeichnete. Bei den Schülern gelangte mit Jana Segmehl vom Ulmer
Schubarth-Gymnasium, die ihrem Werk den Namen "Covered" gab, ebenfalls eine
weibliche junge Künstlerin auf den ersten Platz. Insgesamt brachten Braun und
eine Gruppe von weiteren Sponsoren einschließlich des "Sackgeldes", das jeder
Teilnehmer erhielt, knapp 6000 Euro an Preisgeldern auf. Dazu kamen allerdings
die nicht unbeträchtlichen Kosten der Organisation der
Veranstaltung.